Kyoto Sightseeing: Wenn der Bauherr falsch gemessen hat

Im Shoppingdistrikt Teramachi in Kyoto stehen auch eine ganze Reihe Tempel und Schreine. Die waren schon lange vor der heute so beliebten Einkaufspassage da. Der Name Teramachi übersetzt sich sogar als „Stadt der Tempel“. Beim späteren Bau der Ladenpassage hat sich einer der Bauherren leider etwas vermessen und musste feststellen, dass seine Gebäude nicht wie geplant rechts und links vom torii des Nishiki-Tenmangu Schreins hochgezogen wurden – sondern das Tor in die geplanten Häuser hineinragt. Nun kann man ein solches geweihtes torii nicht einfach versetzen oder gar abreißen. Was tut der pragmatische Bauherr also? Baut drumherum.

Und so können Besucher eines Ladens mit Devotionalien zu den in Japan so beliebten Trickfilmen (anime) einen interessanten Anblick genießen. Denn in der zweiten Etage des Gebäudes ragt das Endstück des torii aus der Wand (siehe unten).

Vielleicht braucht der Berliner Flughafen einfach mehr pragmatische Japaner?

2 Gedanken zu „Kyoto Sightseeing: Wenn der Bauherr falsch gemessen hat

  1. Liebe Sabine, ich lese deine Berichte schon seit einiger Zeit, sie sind echt schön und beim Lesen habe ich immer dich vor Augen! Viele grüße aus Bonn! Uli

    1. Lieber Uli,
      vielen Dank, Beifall ist das Brot der Künstler, oder so ähnlich. Anders gesagt: es freut mich, zu wissen, dass ich tatsächlich gelesen werde. ; )

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