Literarische Begleiter

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erlesen. Und ja, nennt mich altmodisch, aber in meinem Fall immer noch am liebsten auf Papier. Hier eine völlig subjektive und zufällige Auswahl ohne Anspruch auf irgendwas und schon gar nicht auf Vollständigkeit.

 

Andreas Neuenkirchen: Gebrauchsanweisung für Japan

Ich sag’s gleich: Mein Favorit unter den hier vorgestellten. Das liegt nicht nur an der breiten thematischen Auswahl, sondern vor allem auch an Neuenkirchens leicht ironischen Ton, der dieses Buch zu einer äußerst vergnüglichen Lektüre macht. Im Gegensatz zu anderen Autoren gehört Neuenkirchen nicht zu denen, die seit Jahr und Tag in Japan leben und fließend Japanisch sprechen. Er findet daher eine gute Balance zwischen fundiertem Hintergrundwissen und amüsanten Erlebnissen an der Seite seiner japanischen Freundin. Wie er durch die Kulissen von Samurai-Filmen stolpert oder peinliche Momente im Shintoschrein erlebt, das könnte uns allen ebenso passieren und gerade darum macht es Spaß, dieses Buch zu lesen.

Piper

15 Euro

 

 

Françoise Hauser: Japan für die Hosentasche

Eine kurzweilige Lektüre, die sich bei Bedarf auch gut in Häppchen lesen lässt. Denn Hauser gibt kurz und knapp Antworten auf unzählige Fragen. Etwa die, ob Japaner wirklich bis zum Umfallen arbeiten, warum der Shinkansen so pünktlich ist oder an welchen Symptome man eine Kugelfisch-Vergiftung erkennt. Man erfährt, wie der Soldat hieß, der als letzter im Zweiten Weltkrieg kapitulierte (so viel sei verraten, er tat dies im Jahr 1974!) und wieso Jesus Christus in Japan begraben liegt.

Fischer TaschenBibliothek

10,- Euro

 

Christoph Neumann: Darum nerven Japaner

Der Titel klingt schlimmer als es ist, und eigentlich mag Neumann die Japaner. Und die ihn, denn sein Buch ist auch in japanischer Übersetzung erschienen – und das erfolgreich. Da Neumann eben nicht nur die heile japanische Welt darstellt, ist sein Buch eine schöne Ergänzung zu den anderen hier genannten und bietet eine ganze Reihe neuer und interessanter Fakten. Ich freue mich jedenfalls schon darauf, den Tag des Reisepasses zu feiern.

Piper

8,99 Euro

 

 

 

Reise nach Japan – Kulturkompass fürs Handgepäck

[Herausgegeben von Françoise Hauser]

Es ist Zufall, dass auf meinem Stapel gleich zwei Bücher gelandet sind, an denen Frau Hauser beteiligt ist. In diesem Falle handelt es sich aber um eine Sammlung von Texten verschiedenster Autoren, nur ein Beitrag stammt von Hauser selber. So recht hat mich das Buch aber nicht überzeugt, unter anderem deswegen, weil ich einige Texte schon kannte, etwa den Auszug aus dem hier auch genannten Buch von Christoph Neumann. Wer noch nicht viel über Japan gelesen hat, findet hier einen guten Einstieg. Für Fortgeschrittene ist der Erkenntnisgewinn eher relativ.

Unionsverlag

10,90 Euro

 

JAPAN a pictorial portrait

Wunderbare Fotos, die Lust machen, sofort ein Flugticket nach Japan zu buchen. Bei der Auswahl wurden neben den vier Hauptinseln auch die kleinen Okinawa Inseln ganz im Süden mit berücksichtigt. Die Bilder zeigen Japan zu allen Jahreszeiten, und das macht für mich einen wesentlichen Reiz des Buches aus.

IBC Publishing

nur antiquarisch erhältlich

 

 

 

Merian-Heft Japan

Anfag des Jahres erschien dieses Merian-Heft, das unter anderem einen längeren Artikel zu den unzähligen Tempeln und Schreinen meiner neuen Wahlheimat Kyoto enthält. Interessant auch der Bericht über die Besteigung des Fuji, der Blick hinter die Kulissen eines Sumo-Trainingszentrums und eine Reportage über die japanische Nudelsuppe.

8,95 Euro

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